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03.02.2021

1 Million Euro für den Alten Hafen Marktsteft: Vorzeigeprojekt wird vom Freistaat Bayern gefördert

Mit einer Million Euro an zusätzlichen Mittel im Haushalt 2021 wird die Sanierung und Nachnutzung des Alten Hafens in Marktsteft im Rahmen einer Fraktionsinitiative der CSU-Landtagsfraktion unterstützt. Dies teilte die Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU) mit und informierte Marktstefts 1. Bürgermeister, Thomas Reichert (CSU) und dessen 1. Stellvertreterin Manuela Wagner (Wählergemeinschaft Michelfeld).

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und ihr Koalitionspartner heute die gemeinsamen Fraktionsinitiativen für den Haushalt 2021 vorgestellt. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen und geförderten Projekte beläuft sich dabei auf 60 Millionen Euro.


„Die Förderzusage in dieser Höhe ist eine wunderbare Nachricht für die Stadt, sie unterstreicht die Bedeutung des Projekts.“, so Stimmkreisabgeordnete Barbara Becker. Die Mittel in Höhe von 1 Million Euro teilen sich dabei in zwei Positionen auf:

650.000 Euro werden im Haushalt, im Bereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr eingestellt. Hierdurch wird eine Fördersatzerhöhung im Rahmen der Städtebauförderung (Programm „Innen statt Außen“) auf 90% finanziell ermöglicht. Über viele Monate hat sich die Stimmkreisabgeordnete aus Wiesenbronn, gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen und Vorsitzenden des Arbeitskreises für Wohnen, Bau und Verkehr der CSU-Landtagsfraktion, Jürgen Baumgärtner, für die Berücksichtigung im Haushalt eingesetzt, mit Erfolg. Baumgärtner war im vergangenen Jahr selbst nach Marktsteft gekommen war, um sich einen Eindruck von dem Vorzeigeprojekt in Unterfranken zu verschaffen.

Mit insgesamt 350.000 Euro, die im Sozialhaushalt eingestellt werden, fördert der Freistaat die Ausstattung des Inklusionsbetriebs, der im Alten Hafen entstehen wird. Für seine Unterstützung dankte Stimmkreisabgeordnete Becker in diesem Kontext auch ihrem Landtagskollegen und Vorsitzenden des Arbeitskreises Arbeit und Soziales, Jugend und Familie der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Huber.

„Die Erhöhung auf 90 Prozent bei der Städtebauförderung spiegelt die große und überregionale Bedeutung des Leuchtturmprojekts wieder und die Förderung der Ausstattung des Inklusionsbetriebs ist ein entscheidender Beitrag, damit der Alte Hafen nicht nur saniert werden kann, sondern sich mit Leben füllt.“, so Becker.

„Marktsteft ist ein herausragendes Projekt mit Symbolcharakter für ganz Bayern. Es vereint Umweltbildung, Nachhaltigkeit und Inklusion sowie Denkmalschutz. Und noch dazu: Beim Alten Hafen Marktsteft handelt es sich um Bayerns Ältesten Binnenhafen, der Dank der Mittel des Freistaats und der großen Kraftanstrengung der Stadt Marktsteft, dauerhaft erhalten und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann.

Was dem Projekt „Alter Hafen Marktsteft“ darüber hinaus eine Sonderstellung verleiht: Das gesamte Gebiet der Stadt Marktsteft und auch die umliegenden Flächen liegen in einem Wasserschutzgebiet. Dies dient einer nachhaltigen Sicherung der Grundwasservorräte und damit der Allgemeinheit. Dadurch wurde Marktsteft im Vergleich zu benachbarten Kommunen jedoch von einer natürlichen Nachkriegsentwicklung abgeschnitten.

Der Gemarkungszuschnitt zwischen Marktbreit und Marktsteft stammt aus der Markgrafenzeit. Das neue Gewerbegebiet der Stadt Marktbreit wurde auf Grundstücken entwickelt, die ursprünglich Landwirten aus Marktsteft gehörten. Die aus dieser Bebauung stammenden reichlichen Gewerbesteuereinnahmen fließen ausschließlich an die Stadt Marktbreit. Marktsteft hingegen erzielt hierdurch keine Einnahmen.

Beides begrenzt die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt. Ein Projekt wie der „Alte Hafen“ ist daher besonders förderwürdig.