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03.09.2020

Gespräch mit Kunstschaffenden in der Corona-Krise

Landtagsabgeordnete Barbara Becker holt Bayerns Kunstminister Bernd Sibler nach Geiselwind

Auf Einladung der Stimmkreisabgeordneten im Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU), fand kürzlich ein Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern in Geiselwind statt. Als Gesprächspartner konnte die Landtagsabgeordnete aus Wiesenbronn Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, MdL, gewinnen.



MdL Barbara Becker diskutiert mit Staatsminister für Wissenschaft un Kunst Bernd Sibler wie Künstler/innen in der Coronazeit bestmöglich unterstützt werden können
Wie kam es dazu?

MdL Barbara Becker war es seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen im März wichtig, aktiv und vor Ort bei sich im Stimmkreis einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise zu leisten. „Oftmals war schon ein offenes Ohr hilfreich, eine Antwort auf eine drängende Frage zu den Ausgangsbeschränkungen, eine Nachfrage zu einem laufenden Soforthilfe-Antrag oder die Weitergabe von konkreten Ideen an die zuständigen Stellen in München“, so die Abgeordnete.

Neben dem initiativen Kontakt zu vielen Betrieben und Unternehmen in ihrem Stimmkreis, ging die Abgeordnete auf die Kunst- und Kulturschaffenden zu. „Unsere freischaffenden Künstlerinnen und Künstler sind sicher eine der am stärksten von der Corona-Krise getroffen Gruppen. Sie konnten während des Lock-Downs keinerlei Auftritte absolvieren und damit Einkommen erzielen. Auch jetzt sind Veranstaltungen oft nicht rentabel, da bei gleicher Größe der Spielstätte weniger Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend sind.“

„Während wir in vielen Bereichen bereits spürbare Erleichterungen erreichen konnten, ist die Situation für unsere Kunst- und Kulturschaffenden weiterhin schwierig. Niemand kann heute verlässlich beurteilen, wie und in welchem Umfang Konzerte, Theatervorstellung oder ähnliche Veranstaltung im Herbst, Winter und im nächsten Jahr stattfinden werden. Der direkte Austausch zwischen Politik und unseren Kunstschaffenden ist wichtig. Was könnte geeigneter sein, als der direkte Kontakt zum zuständigen Staatsminister“, so die Stimmkreisabgeordnete.

Eingeladen war ein Querschnitt durch die komplette freie Szene. Und dieses Angebot wurde auch gerne genutzt.: Mehrere freiberufliche Musiker, Inhaber einer Künstleragentur, eine Kulturmanagerin, eine Sängerin, ein Autor und eine Kabarettistin. 

Barbara Becker dankte Kunstminister Bernd Sibler herzlich für seine Zeit und die Bereitschaft, zu ihr in den Stimmkreis zu kommen. So wurden die Antragsstellung für das Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler und die Umsetzbarkeit von nötigen Abstandsregelungen in Zuschauerräumen angesprochen. Eine Problemstelle ist auch die fehlende Wirtschaftlichkeit bei einer reduzierten Zuschauerzahl. Alle eint der Wunsch nach einer Perspektive für den kommenden Herbst und Winter, wenn keine Freilichtaufführungen mehr möglich sind.

„In der Krise sind wir alle ein lernendes System. Wir versuchen, so schnell wie möglich daran zu arbeiten, dass manche Förderprogramme für Künstlerinnen und Künstler einander scheinbar ausschließen. Das ist so nicht gedacht und muss verbessert werden“, so die Stimmkreisabgeordnete.

Eine Erkenntnis aus dem Treffen: Die freie KünstlerInnen-Szene kann sich vor Ort noch besser organisieren. Der Drang zur Freiheit und Unabhängigkeit ist verständlich, das kann Barbara Becker als Unternehmerin gut nachvollziehen. Dennoch ist es in Krisensituationen wichtig, mit einer Stimme zu sprechen. Beim Aufbau entsprechender Strukturen will Becker die Künstlerinnen und Künstler gerne unterstützen. Freiheit und Solidarität schließen einander nicht aus.

Sowohl Kunstminister Bernd Sibler als auch Stimmkreisabgeordnete Barbara Becker wollen bestmöglich unterstützen und Perspektiven schaffen. Und ebenso wichtig: Der Austausch bleibt der Abgeordneten und dem Bayerischen Kunstminister wichtig und soll fortgesetzt werden. „Wir können und werden gemeinsam dranbleiben.“ so Barbara Becker, die das Angebot des Ministers für ein weiteres Treffen im Herbst bereits angenommen hat.

Kunstminister Bernd Sibler betonte: „Kunst und Kultur sind für uns lebenswichtig. Deshalb wollen wir von Seiten des Freistaats auch in der Krise ein verlässlicher Partner sein. Bayern ist sich als Kulturstaat seiner besonderen Verantwortung für unsere Kulturschaffenden bewusst. Perspektiven für Kunst und Kultur sind in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je. Nur so können wir die kulturelle Vielfalt im Freistaat sichern. Deshalb arbeiten wir von Seiten des Freistaats intensiv daran, möglichst viele Handlungsspielräume im Einklang mit dem Infektionsschutz für unsere Kunst- und Kulturschaffenden zu eröffnen und mit unserem umfassenden Rettungsschirm von über 200 Millionen Euro Kulturschaffende zu unterstützen.“

Und Barbara Becker ergänzt: „Unsere Kunstschaffenden wollen nicht auf Förderung und staatliche Unterstützung angewiesen sein, sie wollen das tun, womit sie uns alle begeistern: Ihre Kreativität in die Tat umsetzen! Damit das gelingt, werden wir weiter gemeinsam an Lösungen und Perspektiven arbeiten“ so Becker und dankt den GesprächsteilnehmerInnen für ihr Laut sein, Mitreden und Gemeinsam nach vorne schauen.