Aus dem Landtag für die Region

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11.03.2026

Fraktionsinitiativen 2026: 110 Millionen Euro zusätzlich für Bayern – Landtagsabgeordnete Barbara Becker: „Starke Impulse für Kitzingen, Castell, Sommerach und den südlichen Landkreis Schweinfurt“

Der Stimmkreis Kitzingen profitiert kräftig: Wie die Landtagsabgeordnete Barbara Becker (CSU) erläutert, können sich gleich vier Projektträger über insgesamt 1.720.000 Euro freuen. Die Abgeordnete aus Wiesenbronn ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags, der in diesen Tagen mit seinen Haushaltsberatungen 2026 beginnt.

Mit Fraktionsinitiativen von mehr als 110 Millionen Euro runden die Landtagsfraktionen von CSU und FREIEN WÄHLERN den Haushalt 2026 ab, setzen eigene Schwerpunkte und regionale Impulse im ganzen Freistaat. Mehr als 600 Projekte bayernweit sollen unterstützt werden.

Auch der Stimmkreis Kitzingen profitiert kräftig: Wie die Landtagsabgeordnete Barbara Becker (CSU) erläutert, können sich gleich vier Projektträger über insgesamt 1.720.000 Euro freuen. Die Abgeordnete aus Wiesenbronn ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags, der in diesen Tagen mit seinen Haushaltsberatungen 2026 beginnt.

„Mit den Fraktionsinitiativen setzen wir jedes Jahr gezielt zusätzliche Akzente – nah an den Menschen und nah an den Herausforderungen vor Ort“, so Barbara Becker. „Der ländliche Raum ist das Herz Bayerns. Deshalb fließen fast zwei Drittel unserer Fraktionsinitiativen ganz bewusst dorthin, wo Menschen ihre Heimat aktiv gestalten: beispielsweise in Projekte der Dorferneuerung, in Unterstützung für unsere Landwirte, in die Arbeit der Landfrauen oder in die Vertriebenenarbeit. Gerade kleinere Initiativen vor Ort zeigen, wie viel Kraft im Engagement der Menschen steckt. Unsere Region zwischen Main, Steigerwald und Schweinfurter Oberland, profitiert dadurch überproportional. Rund zwei Drittel der Projekte stärken direkt oder indirekt den ländlichen Raum.“

1.000.000 Euro für den Neubau eines Bildungs- und Forschungsstalles für Geflügel in Kitzingen


Am Staatsgut Kitzingen im Versuchs- und Bildungszentrum für Geflügelhaltung der Bayerischen Staatsgüter (BaySG) wird derzeit ein rund 60 Jahre alter Legehennenstall genutzt. Dieser entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und soll durch einen modernen Bildungs- und Forschungsstall für Legehennen ersetzt werden. Für dieses Projekt sind 1.000.000 Euro aus den Fraktionsinitiativen 2026 vorgesehen. Der Baustart ist für 2026 geplant.

Mit dem Neubau werden hohe Tierwohlstandards und ein hoher Hygienezustand erreicht. Gleichzeitig wird die wichtige Bildungs- und Forschungsarbeit in der Geflügelhaltung zukunftsfest gemacht. Besondere Bedeutung hat der Standort Kitzingen im bundesweiten Vergleich: Er ist der einzige Standort für die Fortbildung im Beruf Tierwirt/in, Fachrichtung Geflügelhaltung, im Rahmen der „Verordnung über die Meisterprüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Tierwirtschaftsmeisterin, Tierwirtschaftsmeister“.

„Kitzingen ist im Bereich Geflügelhaltung ein Leuchtturm weit über Bayern hinaus“, so Becker. „Mit dem neuen Forschungs- und Bildungsstall verbinden wir Tierwohl, moderne Landwirtschaft und exzellente Aus- und Fortbildung. Davon profitieren die Betriebe, die Fachkräfte und am Ende auch die Verbraucherinnen und Verbraucher.“

440.000 Euro für boden:ständig in Castell und Sommerach – Starkregenschutz und Wasserrückhalt


Mit 440.000 Euro wird das Projekt boden:ständig im Landkreis Kitzingen gestärkt. In der Gemeinde Castell kommt es bei Starkregen immer wieder zu Bodenerosion und starkem Oberflächenabfluss aus der Flur. Im Rahmen des Projekts boden:ständig Castell wurden bereits zahlreiche Maßnahmen erarbeitet und in einem ganzheitlichen Maßnahmenkonzept gebündelt. Mit den jetzt vorgesehenen Mitteln können diese Maßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt werden.


Im Weinort Sommerach steht der Wasserrückhalt im Weinbaugebiet im Mittelpunkt. Im Modellprojekt „Sommerach – Mit Wasser haushalten“ sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um den Oberflächenabfluss zu bremsen, mehr Wasser vor Ort versickern zu lassen und so sowohl den Wasserbedarf für die Bewässerung der Weinberge zu senken als auch die Überflutungsgefahr in Siedlungsbereichen bei Starkregen zu reduzieren.

„Castell und Sommerach sind Paradebeispiele dafür, wie wir Klimaanpassung, Hochwasserschutz und Unterstützung für unsere Winzer und Landwirte zusammendenken“, betont Becker. „Wir sorgen dafür, dass Wasser nicht mehr als Gefahr durchs Dorf schießt, sondern als Ressource in Flur und Weinberg gehalten wird.“

Forschungsprojekt Entalkoholisierung: 225.000 Euro für die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim in Zusammenarbeit mit der Winzergemeinschaft Franken in Repperndorf


Mit 225.000 Euro unterstützen die Fraktionsinitiativen 2026 ein Forschungsprojekt zur Steigerung der Qualität entalkoholisierter Weine. Der Standort für das Forschungsprojekt ist die Winzergemeinschaft Franken eG mit dem Ausbau einer Entalkoholisierungsanlage – ein wichtiger Schritt in einen wachsenden Zukunftsmarkt.

„Die Winzergemeinschaft Franken zeigt, wie unsere Region Tradition und Innovation verbindet“, so Becker. „Alkoholfreier Wein ist ein Wachstumsmarkt. Wenn wir hier in Franken Spitzenqualität anbieten, stärken wir unsere Winzer, unsere Arbeitsplätze und die Wertschöpfung vor Ort."

Das eingesetzte hochmoderne Verfahren ermöglicht es, Wein aromaschonend zu entalkoholisieren. Alkoholfreier Wein ist jedoch wesentlich empfindlicher als klassischer Wein: Durch den Wegfall des Alkohols ähnelt seine mikrobiologische Stabilität eher der von Rohmilch oder frischen Fruchtsäften. Dafür sind weitere Verfahrensschritte und zusätzliche Technik erforderlich.


55.000 Euro für die Orgelrenovierung der Stadtkirche Kitzingen 


Die große Steinmeyer-Orgel in der Kitzinger Stadtkirche ist ein herausragendes Kulturdenkmal: Sie ist die größte evangelische Orgel in ganz Unterfranken und wurde als „Universalorgel“ konzipiert, erbaut in den Jahren 1952 und 1954.

„Die Orgel der Stadtkirche ist nicht nur ein Instrument, sie ist ein Stück Identität für Kitzingen und die gesamte Region“, betont Becker. „Mit der Unterstützung aus den Fraktionsinitiativen sichern wir ein wichtiges Klangdenkmal.“

Nach 70 Jahren intensiver Nutzung ist nun eine umfassende Renovierung unumgänglich. Aus den Fraktionsinitiativen stehen dafür 55.000 Euro zur Verfügung.



„Wichtig ist mir: Das ist kein Förderfeuerwerk für Schlagzeilen, sondern ganz konkrete Hilfe für ganz konkrete Projekte bei uns vor Ort“, so Barbara Becker. „Von Castell bis Sommerach, von der Kitzinger Stadtkirche bis zum Staatsgut – wir sorgen dafür, dass gute Ideen nicht in der Schublade bleiben, sondern Realität werden.“

Die Fraktionsinitiativen werden ab dieser Woche im Haushaltsausschuss beraten und sollen im April vom Landtag beschlossen werden.