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09.10.2019 | Barbara Becker, MdL | Geiselwind, Stimmkreis Kitzingen

„Unser Wald verändert sich – gehen wirs an!“

Landtagsabgeordnete Barbara Becker lädt zum Waldgespräch nach Geiselwind

Der Klimawandel macht auch vor den Wäldern in Unterfranken nicht halt. Die beiden Hitzesommer 2018 und 2019 haben deutliche Spuren hinterlassen, auch in den in den Wäldern im Landkreis Kitzingen.

Dies hat Folgen für den Wald selbst, ebenso aber auch für die regionale Holzwirtschaft.



Klimastabile Bäume planzen...ich mache mit!

Der Klimawandel macht auch vor den Wäldern in Unterfranken nicht halt. Die beiden Hitzesommer 2018 und 2019 haben deutliche Spuren hinterlassen, auch in den in den Wäldern im Landkreis Kitzingen.

Dies hat Folgen für den Wald selbst, ebenso aber auch für die regionale Holzwirtschaft.

 

Vor diesem Hintergrund hat Barbara Becker (CSU), Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Kitzingen im Bayerischen Landtag zum Austauschgespräch „Unser Wald verändert sich – Gehen wir´s an!“ nach Geiselwind geladen.

Neben Fachleuten rund um den Wald, Vertretern der holzverarbeitenden Betriebe in der Region, Jägern und kommunalpolitische Verantwortlichen war auch die interessierte Öffentlichkeit der Einladung zum Gespräch in Geiselwind gefolgt.

 

Erste Station war ein gemeinsamer Waldgang mit Forstingenieur Manuel Burger in ein Waldstück bei Geiselwind. Dort gab der Waldfachmann dem interessierten Teilnehmerkreis einen Einblick in den derzeitigen Zustand der Wälder in der Region, die großen Herausforderungen, die sich durch Klimawandel ergeben und die Folgen möglicher Flächenstilllegungen. Diese könnten als eine Auswirkung des Gesetzes zum Volksbegehren Artenschutz auch den Steigerwald treffen.

 

Wichtig für die Abgeordnete: Von den Fachleuten mit Praxiserfahrung aus der Region erfahren, wie der Waldumbau in Zukunft in unserer Region gestaltet werden kann, welche Erfahrungen auch Beispiele für den gesamten Freistaat sein können und die besonderen Bedingungen in Unterfranken mit in die Diskussion nach München nehmen.

 

Von den Waldbesitzern nimmt Barbara Becker dabei viele Anregungen und Herausforderungen mit nach München.

So etwa die Forderung nach einem Herkunftsnachweis für Holz ähnlich der Kennzeichnung bei Lebensmitteln, die Förderung von Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletheizungen an die Verwendung möglichst von heimischem Holz mit Herkunftsnachweis zu koppeln oder die Erweiterung des Begriffes „heimische Baumarten“ durch „geprüfte, standortsgerechte und klimatolerante Baumarten“.

Welche Bäume passen zu unseren heimischen Wäldern? Welche Baumarten können wir in Zukunft pflanzen? Welche Erfahrungen können wir dabei einbauen? All diese Fragen begleiteten die Gruppe im Wald und in der Diskussion.

 

Kurzfristige und sofort wirksame Lösungen kann es dabei nicht geben. Waldbau bedeutet über Generationen zu denken. Was vor uns schon Generationen nach bestem Wissen getan haben, das setzen wir heute fort. Symbolisch dafür steht einen Eichensetzling, der als klimastabile, heimische Baumart gilt, und im Rahmen des Waldgangs von der Abgeordneten gepflanzt wurde.

 

Im Anschluss besichtigte die Gruppe rund um Barbara Becker den Holzverarbeiter und Parketthersteller Reinlein in Geisewind. Inhaber Stefan Reinlein gab einen Einblick in das mittelständische Traditionsunternehmen, mittlerweile in der 5. Generation, mit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Beim Rundgang durch den Betrieb zeigte Stefan Reinlein die Fertigung und die Produktionsabläufe vom Stammholz, das zum großen Teil aus dem Steigerwald stammt. „Für uns als holzverarbeitende Betriebe ist die Verfügbarkeit eines guten Rohstoffs entscheidend und wir setzen auf Regionalität. Dafür ist es enorm wichtig, dass wir weiterhin hochwertiges Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung aus dem Steigerwald bekommen“, so Stefan Reinlein.

 

Barbara Becker stimmte ihm darin zu. „Wir diskutieren, wie wir unser Klima nachhaltig schützen können. Regionalität ist dabei entscheidend“, so die Abgeordnete.

„Unsere regionale Holzwirtschaft mit ihren kommunalen und privaten Waldbesitzern sind das beste Beispiel. Auch in Punkto Energiewende wird Holz als Energieträger in Zukunft eine größere Rolle spielen.“

 

Klar wurde auch: Das Thema Wald darf nicht isoliert betrachtet werden.

„Der Wald in unserer Region, seine Bewirtschaftung, die Holzindustrie und der Natur- bzw. Klimaschutz bilden einen Kreislauf und sind keine Gegensätze“, so Becker und sprach sich für einen bestmöglichen Ausgleich aller Belange aus.

 

„Ziel muss es sein, dass auch unsere nachfolgenden Generationen noch intakte und zukunftsfähige Wälder vorfinden. Für unsere Region ist der Wald wichtig in vielerlei Hinsicht. Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Ort der Erholung für unsere Bevölkerung, die grüne Lunge unserer Region, ebenso aber auch Wirtschaftssektor und Lebensgrundlage für unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

 

Alle Interessen unter einen Hut zu bekommen, dafür setzt sich die Stimmkreisabgeordnete für Kitzingen, die im Ausschuss Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag die die Schwerpunkte Wald und Bezüge zur Land- und Forstwirtschaft besetzt, ein.

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